Wolfgang Schmidt1

Parlamentarischer Abend der sächsischen Industrie- und Handelskammern

verfasst am 25.08.2026

Beim Parlamentarischen Abend der sächsischen Industrie- und Handelskammern in Zwickau stand die wirtschaftliche Zukunft des Freistaates im Mittelpunkt. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Politik diskutierte Sören Voigt über die zentralen Weichenstellungen für einen wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort Sachsen.

Im Fokus standen unter anderem der Doppelhaushalt 2027/28, notwendige Investitionen in Infrastruktur, Innovation und Kommunen sowie die Zukunft der beruflichen Bildung. Gerade mit Blick auf die Fachkräftesicherung wurden die Bedeutung leistungsfähiger Berufsschulstandorte, praxisnaher Berufsorientierung, Verbundausbildung und guter Wohnmöglichkeiten für Auszubildende deutlich.

Für Sören Voigt kommt es dabei entscheidend darauf an, wirtschaftliche Entwicklung und solide Finanzen miteinander zu verbinden.

„Kredite dürfen kein Selbstzweck sein. Wenn wir sie aufnehmen, müssen sie Investitionen ermöglichen, Wachstum schaffen und verbindlich getilgt werden. Gleichzeitig müssen wir Unternehmen von unnötiger Bürokratie entlasten, Verfahren beschleunigen und für verlässliche Rahmenbedingungen sorgen.“

Auch bei der Fachkräftesicherung sieht Voigt konkreten Handlungsbedarf. Berufliche und akademische Bildung seien gleichwertig. Gute Ausbildungsbedingungen, erreichbare Berufsschulen und eine stärkere Verbindung von Schule und Wirtschaft seien entscheidend, damit junge Menschen eine berufliche Perspektive in Sachsen finden.

Der Parlamentarische Abend machte zugleich deutlich, dass Sachsen seine Innovationskraft stärken und den Technologietransfer von Hochschulen in Unternehmen weiter verbessern muss. Gerade für den industriell geprägten Freistaat seien Investitionen in Produktivität, Innovation und neue Wertschöpfung von zentraler Bedeutung.

„Sachsen hat starke Unternehmen, qualifizierte Fachkräfte und enormes Innovationspotenzial. Unsere Aufgabe ist es, die politischen Rahmenbedingungen so zu setzen, dass dieses Potenzial auch genutzt werden kann. Gerade in einer Minderheitsregierung braucht es dafür verlässliche Entscheidungen, tragfähige Mehrheiten und einen klaren wirtschaftspolitischen Kurs“, betont Sören Voigt.

Voigt dankte den sächsischen Industrie- und Handelskammern für den offenen und konstruktiven Austausch. Entscheidend sei nun, aus den diskutierten Herausforderungen konkrete politische Maßnahmen für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Sachsen abzuleiten.

Bilder: Wolfgang Schmidt/IHK Chemnitz sowie Büro Voigt