Das Sächsische Kabinett hat eine Förderung in Höhe von 150.000 Euro für ein simul⁺-Modellprojekt in Südwestsachsen beschlossen. Die Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ) und die Duale Hochschule Sachsen – Studienakademie Plauen (DHSN) werden damit gemeinsam erproben, wie kleine und mittlere Unternehmen Daten und Künstliche Intelligenz künftig noch stärker für Wertschöpfung und Innovation nutzen können.
Im Mittelpunkt des Projekts „Ein prototypischer Marktplatz der Daten – Digitalisierung und KI als Chancen für Regionalentwicklung und Strukturwandel“ steht die Entwicklung und Erprobung eines regionalen, souveränen Datenraums. Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentliche Institutionen sollen dabei praxisnah testen, wie Daten sicher ausgetauscht und für konkrete KI-Anwendungen genutzt werden können. Geplant sind unter anderem Anwendungsfälle in der automatisierten Dokumentenverarbeitung, der bildgestützten Qualitätskontrolle sowie der intelligenten Produktionsplanung.
Für Sören Voigt ist die Förderung ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg, Südwestsachsen als führenden Standort für angewandte Künstliche Intelligenz zu etablieren:
„Die Förderung ist ein richtiges und bedeutendes Zeichen der Staatsregierung für die Region Südwestsachsen und die weitere Entwicklung der Künstlichen Intelligenz im Freistaat Sachsen. Mit dem Aufbau des KI-Instituts in Plauen und der Gründung der Sächsischen Allianz für angewandte KI entstehen so wichtige Pfeiler für die Zukunftsfähigkeit unserer Region. Unser Ziel muss es sein, Forschung, Wirtschaft und Mittelstand noch stärker zu vernetzen und Innovationen schneller in die praktische Anwendung zu bringen.“
Die aktuelle Förderung fügt sich in eine Reihe strategischer Initiativen ein, mit denen Südwestsachsen seine Kompetenzen im Bereich der Künstlichen Intelligenz gezielt ausbaut. Mit dem Aufbau des KI-Instituts „AI Fabric“ in Plauen wurde ein wichtiger Grundstein gelegt, um Forschung, Lehre und Wirtschaft enger zu verzahnen und eigene Kompetenzen im Bereich souveräner KI-Technologien aufzubauen. Gleichzeitig wurde mit der Gründung der Sächsischen Allianz für angewandte KI ein starkes Netzwerk aus Wissenschaft, Wirtschaft und regionalen Akteuren geschaffen, das die Entwicklung konkreter KI-Anwendungen und neuer Ausbildungsangebote vorantreiben soll.
Das nun beschlossene simul⁺-Modellprojekt ergänzt diese Entwicklungen sinnvoll. Es schafft die Voraussetzungen, um insbesondere den Mittelstand bei der Nutzung von Daten und Künstlicher Intelligenz zu unterstützen und gleichzeitig die Grundlagen für weiterführende Förderprogramme des Bundes zu schaffen. Die Ergebnisse des Projekts sollen zudem in den Masterplanprozess für die Region Chemnitz/Südwestsachsen einfließen und dazu beitragen, die Region langfristig als leistungsfähigen und innovativen KI-Standort zu etablieren.
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Quelle: Medieninformation des SMIL